3D-Druck bei der Nachbur AG: Von der Idee zur technologiegestützten Fertigung
Ein praxisnaher Beschaffungsvorschlag für den Einsatz additiver Fertigung in einem KMU
Die industrielle Fertigung befindet sich im Wandel. Wo früher Fräsen, Drehen und Erodieren dominierten, bieten additive Verfahren neue Möglichkeiten in Bezug auf Geometrie, Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit. Doch wie gelingt der Einstieg in diese Technologie innerhalb eines bestehenden Betriebs? Genau diese Frage beantwortet diese Diplomarbeit auf fundierte und praxisnahe Weise.
Ziel war es, eine tragfähige Beschaffungsempfehlung für ein industrielles 3D-Drucksystem bei der Nachbur AG zu erarbeiten. Im Zentrum standen die Fertigung von Prototypen, Vorrichtungen und Betriebsmitteln.
Fünf verschiedene Drucktechnologien wurden systematisch analysiert. Basierend auf einem detaillierten Anforderungskatalog und einer wirtschaftlichen Betrachtung wurden vier geeignete Druckermodelle identifiziert und anhand zentraler Kriterien verglichen. Dazu gehörten Investitionskosten, Materialvielfalt, mechanische Eigenschaften, Benutzerfreundlichkeit, Wartung sowie die Verfügbarkeit von lokalem Support.
Die erarbeitete Empfehlung des Stratasys F370 basiert auf technischen und wirtschaftlichen Fakten. Sie ist durch einen vollständigen Implementierungsplan ergänzt, welcher Schulungsinhalte, Zeitplanung, Verantwortlichkeiten sowie den operativen Einsatz im Alltag beinhaltet. Die Arbeit bietet damit eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsleitung und liefert eine belastbare Perspektive für die Einführung moderner Fertigungstechnologien im Betrieb.
Ausgangslage und Zielsetzung
Die Arbeit begann mit einer klaren Absicht: Den geeigneten Einstiegspunkt für die additive Fertigung bei Nachbur zu finden. Der Weg dahin war anspruchsvoll, denn es galt, technische, wirtschaftliche und betriebliche Faktoren unter einen Hut zu bringen. Besonders herausfordernd war die Auswahl der relevanten Technologien sowie das methodische Vorgehen bei der Bewertung.
Herausforderungen und Erkenntnisse
Wichtige Erkenntnisse entstanden durch den Austausch mit Lieferanten, die Analyse von Testbauteilen und die Simulation realistischer Anwendungsszenarien. Schnell zeigte sich, dass reine Daten nicht ausreichen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Erst durch praktische Vergleiche, strukturierte Bewertungskriterien und kritisches Hinterfragen entstand ein klarer Weg zur Lösung.
Nutzen und strategische Bedeutung
Die Arbeit zeigt deutlich: Digitalisierung in der Fertigung beginnt nicht bei der Technik, sondern beim Verständnis des eigenen Bedarfs. Der erarbeitete Vorschlag ist mehr als ein Kaufentscheid, er ist ein Werkzeug zur strategischen Weiterentwicklung der Fertigung.

Daniel Zimmermann
Daniel Zimmermann ist Projektleiter bei der Nachbur AG und verantwortet dort Investitionen, technische Beschaffungen und Prozessverbesserungen im Fertigungsumfeld. Als Prozesstechniker HF bringt er nicht nur ein breites betriebswirtschaftliches Verständnis mit, sondern auch fundierte Kenntnisse aus der mechanischen Fertigung.
dzimmermann@nachbur.ch
0623873033
Die Diplomarbeit dokumentiert den gesamten Evaluations- und Entscheidungsprozess, von der Analyse der Technologien bis zur empfohlenen Implementierung des Stratasys F370. Alle relevanten Kapitel, technische Vergleiche, Praxistests und das Schulungskonzept sind im PDF enthalten. Bei Rückfragen oder Interesse an einem fachlichen Austausch darf gerne über LinkedIn Kontakt aufgenommen werden.
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