Dipl. Energie- und Umwelttechniker/in HF

Ganzheitlicher Vergleich von Heizsystemen

für ein Einfamilienhaus

Die Arbeit untersucht vier gängige Heizsysteme ganzheitlich über ihren Lebenszyklus hinweg und vergleicht sowohl Betriebseffizienz als auch die oft vernachlässigte graue Energie. Hintergrund ist, dass Bauherren und Planer bei der Systemwahl häufig primär Kosten betrachten, während ökologische Auswirkungen nur unzureichend bewertet werden. Ziel der Untersuchung ist es daher, eine klare, nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die nachhaltige Heizsysteme objektiv gegenüberstellt.

21. November 2025
Mathias Marfurt

Die Ausgangslage

Heizsysteme verursachen je nach Technik sehr unterschiedliche CO₂-Emissionen. Besonders bei Neubauten stellt sich die Frage, welches System langfristig am klimafreundlichsten ist. Für ein typisches Einfamilienhaus wurde deshalb untersucht, wie viel CO₂ verschiedene Heizsysteme über 20 Jahre ausstossen, im Betrieb und, soweit möglich, inklusive grauer Energie. Verglichen wurden: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Sole-Wasser-Wärmepumpe, Pelletheizung und Gasheizung.

Das Vorgehen

Zuerst wurden Heizwärme- und Warmwasserbedarf eines Referenzhauses nach MuKEn (Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich) berechnet. Anschliessend wurden vier passende Heizsysteme gewählt und deren Energieverbrauch mithilfe von Herstellerangaben, Normen und öffentlich zugänglichen Emissionsfaktoren bestimmt. Daraus wurden die jährlichen und die 20-jährigen CO₂-Emissionen berechnet. Zusätzlich wurden für Wärmepumpen auch die grauen Emissionen (Herstellung, Transport, Entsorgung) berücksichtigt. Das Vorgehen folgt den gängigen Schweizer Standards, damit die Ergebnisse realistisch, vergleichbar und für die Praxis relevant sind.

Die Ergebnisse

Der Vergleich der Heizsysteme über eine Betriebsdauer von 20 Jahren zeigt klare Unterschiede. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (SWWP) weist mit rund 3.88 Tonnen CO₂-Emissionen die beste Bilanz im Betrieb auf.

Sehr nahe folgt die Luft-Wasser-Wärmepumpe (LWWP) mit 4.15 Tonnen CO₂-Emissionen, was lediglich +7 % mehr gegenüber der SWWP bedeutet.

Auch die Pelletheizung liegt mit 4.17 Tonnen CO₂-Emissionen praktisch gleichauf (+7 %), verursacht jedoch einen höheren Energieeinsatz.

Deutlich schlechter schneidet die Gasheizung ab: Sie verursacht über 20 Jahre rund 30.56 Tonnen CO₂-Emissionen und damit fast +700 % mehr Emissionen als die SWWP.

Kurz: Die Gasheizung stösst im Betrieb knapp 8-mal mehr CO₂ aus als das effizienteste System.

Damit wird klar: Wärmepumpen bieten die mit Abstand beste CO₂-Bilanz. Pelletheizungen stellen eine nahezu gleichwertige, biogene Alternative dar, jedoch werden bei der Verbrennung Feinstaubpartikel ausgestösst. Fossile Heizsysteme wie Gas hingegen liegen um Grössenordnungen höher und können die Anforderungen an eine klimaverträgliche Wärmeversorgung langfristig nicht erfüllen.

Der Ausblick

Die Ergebnisse zeigen, dass Wärmepumpen langfristig die nachhaltigste Wahl sind. Da der Schweizer Strommix weiter sauberer wird, verbessern sich ihre CO₂-Werte zusätzlich. Entscheidend bleibt aber eine gute Gebäudehülle, weil ein geringer Wärmebedarf den CO₂-Vorteil verstärkt. In Zukunft könnten genauere Daten zur grauen Energie weiterer Systeme und neue Technologien die Bewertung weiter verfeinern und noch präzisere Empfehlungen ermöglichen.

Mathias Marfurt

Automationstechniker MSRL


mathias.marfurt@gmail.com

Weiterbildung neben Beruf und Freizeit

Gratis E-Book mit 10 Tipps zur Work-Life-Learn-Balance

Weiterbildung neben Beruf und Freizeit – schaffe ich das?

10 Tipps zur Work-Life-Learn-Balance

Eine Weiterbildung beansprucht Zeit. Deshalb auf Freunde, Familie und Hobbies zu verzichten, wäre falsch.

In diesem E-Book erfährst du:

  • wie du deine Zeit effizienter nutzt
  • wie du dich trotz Weiterbildung genügend Freizeit bewahrst
  • wie sich Beruf, Weiterbildung und Freizeit gegenseitig ergänzen statt konkurrenzieren können

Tipps aus dem Inhalt

  • TIPP 1: Gestalte deine Arbeit so flexibel wie möglich!
  • TIPP 2: Beziehe Arbeitgeber sowie Kollegen und Kolleginnen in deine Weiterbildungspläne mit ein!
  • TIPP 3: Arbeite effizienter und effektiver mit Zielorientierung!
  • TIPP 4: Entwickle deinen idealen Lernrhythmus!
  • TIPP 5: Lerne mit System und festen Strukturen!
  • TIPP 6: Schaffe genug Ausgleich und Entspannung!
  • TIPP 7: Binde deine/n Partner/in, deine Familie und externe Hilfen in deine Planung ein!
  • TIPP 8: Belohne dich für deine Erfolge!
  • TIPP 9: Mach eine Zeitinventur!
  • TIPP 10: Erstelle eine Zeitplanung aller drei Bereiche!

Leider ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es erneut oder nimm mit uns direkt Kontakt auf.

Aktuelles Studienprogramm

Alles Wissenswerte zur Weiterbildung in einem PDF zusammengefasst.

Studienprogramm  herunterladen

Alles Wissenswerte zu deiner Weiterbildung in einem PDF zusammengefasst

  • Detaillierter Lehrplan zu allen Studiengängen
  • Alle wichtigen Hintergrundinfos zu Ausbildungszielen, Teilnehmerkreisen, Aufnahmebedingungen und weiterführenden Studiengängen

Leider ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es erneut oder nimm mit uns direkt Kontakt auf.

Gratis E-Book für dich

Weiterbildung neben Beruf und Freizeit - schaffe ich das?

Eine Weiterbildung beansprucht Zeit. Deshalb auf Freunde, Familie und Hobbies zu verzichten, muss nicht sein.

Lies jetzt unser E-Book mit 10 wertvollen Tipps zur Work-Life-Learn-Balance.

Weiterbildung neben Beruf und Freizeit – schaffe ich das?

10 Tipps zur Work-Life-Learn-Balance

Eine Weiterbildung beansprucht Zeit. Deshalb auf Freunde, Familie und Hobbies zu verzichten, wäre falsch.

In diesem E-Book erfährst du:

  • wie du deine Zeit effizienter nutzt
  • wie du dich trotz Weiterbildung genügend Freizeit bewahrst
  • wie sich Beruf, Weiterbildung und Freizeit gegenseitig ergänzen statt konkurrenzieren können

Tipps aus dem Inhalt

  • TIPP 1: Gestalte deine Arbeit so flexibel wie möglich!
  • TIPP 2: Beziehe Arbeitgeber sowie Kollegen und Kolleginnen in deine Weiterbildungspläne mit ein!
  • TIPP 3: Arbeite effizienter und effektiver mit Zielorientierung!
  • TIPP 4: Entwickle deinen idealen Lernrhythmus!
  • TIPP 5: Lerne mit System und festen Strukturen!
  • TIPP 6: Schaffe genug Ausgleich und Entspannung!
  • TIPP 7: Binde deine/n Partner/in, deine Familie und externe Hilfen in deine Planung ein!
  • TIPP 8: Belohne dich für deine Erfolge!
  • TIPP 9: Mach eine Zeitinventur!
  • TIPP 10: Erstelle eine Zeitplanung aller drei Bereiche!

Leider ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es erneut oder nimm mit uns direkt Kontakt auf.