Konzept energetische Gebäudesanierung MFH
Die Relevanz, Gebäude zukunftsfähig zu gestalten, ist hoch. Denn der Gebäudepark Schweiz ist im Jahre 2025 immer noch zu einem grossen Teil des Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich und hat daher noch viel Potential zur Verbesserung. In dieser Arbeit widme ich mich der Erarbeitung eines Konzepts zur energetischen Gebäudesanierung für das bestehende Mehrfamilienhaus mit Jahrgang 1974.
Das Mehrfamilienhaus an der Rütistrasse in Thörigen, das sich in der Wohnzone 2 befindet und von ländlicher Umgebung geprägt ist, wurde 1974 erbaut und ist seither im Besitz meiner Grosseltern. Es umfasst drei Wohnungen, verteilt auf drei Etagen.
Angesichts der wachsenden klimatischen Herausforderungen und dem Gebäudejahrgang, habe ich mich der Aufgabe gewidmet, das Gebäude mittels eines Konzepts energetisch zu optimieren und zukunftsfähig zu gestalten. Mit dem Einsatz heutiger Baukomponenten, kreislauffähiger Dämmstoffe und innovativer Gebäudetechnik, entwickle ich Sanierungsmassnahmen, die den Energieverbrauch senken und den Wohnkomfort steigern.
Ausgangslage
Das Mehrfamilienhaus in Thörigen ist mehr als nur ein Gebäude. Seit seiner Erbauung im Jahr 1974, Grossteil mithilfe von Eigenleistungen meines Grossvaters und seinen Brüdern, ist es für meine Grosseltern ein Ort voller Erinnerungen. Die grosszügige Rasenfläche, der nach Süden ausgerichtete Balkon und die ruhige Lage, haben für die Familie einen hohen Stellenwert.
Aufgrund seines Alters von mittlerweile 51 Jahren, stehen auch bei diesem gut erhaltenen Gebäude Überlegungen zu Sanierungen der Gebäudehülle und Erneurung der Gebäudetechnik an. Dabei ist ein Anliegen, das Gebäude effizienter und zugleich durch die klimatischen Herausforderungen erneuerbar und zukunftsfähig zu gestalten. Dies motivierte mich, ein Konzept für eine zukunftsfähige Umsetzungsvariante zu entwickeln.
Vorgehen
Zu Beginn eignete ich mir ein grundlegendes Wissen, bezüglich energetische Gebäudesanierungen an. Dies erlaubte mir die Kreislaufwirtschaft der Dämmstoffe miteinzubeziehen und das Vorgehen bei Sanierungen zu verstehen.
Als Ausgangslage des Konzepts erstellte ich eine Bestandsaufnahme. Diese diente zur Kategorisierung der Gebäudehülleneffizienz über die GEAK-Klassen, Ermittlung des Energieverbrauchs, sowie das Erkennen der energetischen Mängeln.
Als Hauptbestandteil erarbeitete ich das Konzept mit seiner zu erreichenden Energieeffizienzklasse und den beinhalteten Sanierungsmassnahmen.
Sanierungsmassnahmen:
- Dachsanierung und Dämmung
- Fenster, Haustür und Garagentor
- Fassadenerneuerung
- Innenwände
- Böden
- Decke
- Heizung und Warmwasser
- Optionale Photovoltaikanlage
Auswertung: Erkenntnisse zur Energieeinsparung
Die Schlussberechnungen zur Auswertung des Konzepts, betreffend signifikante Senkung des Heizwärmebedarfs und des Energieverbrauchs mit dem neuen Wärmeerzeuger, erreichten ein positives Ergebnis. Zudem kann mit der optionalen Photovoltaikanlage zusätzlich erneuerbarer Strom erzeugt und der Energiebezug aus dem Netz gesenkt werden.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Reduktion des Heizwärmebedarfs um 78%
- Reduktion des jährlichen Energieverbrauchs um 77.6%
- Umstieg auf ernuerbare Energie: Sole/Wasser Wärmepumpe, Photovoltaik
Ausblick
Mit diesem Konzept hoffe ich, nicht nur eine zukunftsfähige Variante für das Mehrfamilienhaus zu bieten, sondern auch andere Eigentümer von bestehenden Gebäuden zu inspirieren.

Yannick Kraeuchi
Als gelernter Automatikmonteur EFZ, mit ersten Erfahrungen in der Projektleitung Photovoltaik, engagiere ich mich, die Zukunft von morgen mitzugestalten.
yannick.kraeuchi@gmx.ch
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