Sanierung und Neubau Hallenbad Olten
Diplomarbeit 2025 | Anna Müller
Das bestehende Hallenbad der Primarschule Säli in Olten ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Schulanlage. Die bestehende Infrastruktur ist jedoch stark in die Jahre gekommen. Die Betonsubstanz, Pooltechnik und auch Oberflächen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde untersucht, ob eine umfassende Sanierung des Bestand oder ein Ersatzneubau die nachhaltigere und wirtschaftlichere Lösung ist.
Ausgangslage
Das bestehende Gebäude weist einige Defizite auf. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, ist eine Sanierung genau zu prüfen und Materialien bewusst zu wählen.
Die Variante B vom Neubau würde auf dem heutigen Sportrasen errichtet werden. Die Planung basierte auf persönlichen Erfahrungen, Referenzobjekten und der Baspo Norm für Schwimmanlagen.
Variante A - Sanierung / Umbau
Die Variante A umfasst einen vollständigen Ersatz der Sanitär- & Pooltechnik. Die Betonsubstanz ist von Karbonatisierung betroffen und es ist davon auszugehen, dass die heutigen Plattenbeläge oder Plattenkleber Asbest enthalten.
Wesentliche Massnahmen:
- Asbestsanierung
- Betoninstandsetzung
- Ersatz Sanitär- & Pooltechnik
- Brandschutztechnische Anpassungen
- Neue Oberflächenmaterialien
Investitionskosten: Chf. 1'856'550.-
Variante B - Neubau
Der Ersatzneubau ermöglicht ein kompaktes und betrieblich effizientes Schwimmbad zu bauen. Sämtliche Bestandteile im Innern und auch an der Gebäudehüllen wurden nach den gültigen Normen und nachhaltig geplant.
Kernthemen:
- Klare Strukturen und optimierte Betriebsabläufe
- Moderne Pooltechnik und Lüftungsinstallationen
- Akustikmassnahmen an Decke
- Begrünte und einladende Umgebungsgestaltung
- Retentsionsdach zugunsten Biodiversität und Unterhalt
Investitionskosten: Chf. 16'391'850.-
Architektur, Farb- & Materialkonzept & Umgebung
Den Neubau habe ich als kompaktes und klar strukturiertes Volumen geplant. Die Formsprache ist schlicht gehalten, um Klare Abläufe im Innern zu ermöglichen und das Gebäude harmonisch in die bestehende Schulanlage einzufügen.
Die Fassade besteht aus vertikal montierten Holzlatten, welche in einem Olivgrün beschichtet sind. Sämtliche Metallbauteile sind Aluminium, farblos gewählt und widerspiegeln so den Bestandesbau, welcher unter Denkmalschutz steht.
Der Eingangsbereich ist offen und gut sichtbar. Die Besucherführung ist intuitiv, die Wege kurz und gut übersichtlich. Die Lage vom Haupteingang wurde bewusst an der Gartenstrasse geplant. Egal ob zu Fuss, mit dem Auto, Bus oder Velo - der Eingang ist gut sichtbar und erreichbar. Für die Schüler gibt es einen Seiteneingang, da diese die Kasse umgehen können.
Die Umgebung ist pflegeleicht, natürlich und versickerungsfähig. Verbundsteine führen als Haupterschliessung zum Eingang, Wiesenflächen bleiben bestehen und fügen sich in das bestehende Schulareal ein. Die bestehenden Böschungen werden mit Bodendeckern bepflanzt, welche wenig Unterhalt benötigen. Einzelne Sträucher und Bäume setzen gezielte Farbakzente und begleiten zum Eingangsbereich.
Die Möblierung bleibt reduziert und funktional - passend zur Architektur. Die Beleuchtung ist dezent platziert und unterstützt die klare Gestaltung des Aussenraums.
Fazit:
Die Ausarbeitung und der Vergleich dieser beiden Varianten zeigt, dass die Sanierung grundsätzlich machbar und ökologisch sinnvoll ist, stösst jedoch an ihre Grenzen. Zusätzlich ist davon auszugehen, dass mit den wachsenden Schülerzahlen, die Kapazität langfristig nicht mehr ausreicht.
Der Ersatzneubau ermöglicht ein modernes und zukunftorientiertes Hallenbad mit tiefen Lebenszykluskosten. Auch ist die Energieeffizienz besser und die Abläufe optimierter.
Die Primarschule Säli, das Quartier und die Stadt Olten würden auf jeden Fall von einem öffentlichen Hallenbad profitieren.

Anna Müller
Diplomarbeit Anna Müller
Link zur Broschüre:





