Neubau Gewerbehaus mit Dachparking unter der Wiederverwendung des bestehenden Elementbaus
Diplomarbeit 2021
27. November 2021
Luca Mooser
Ausgangslage
Als Ausgangslage für die Diplomarbeit dient ein rund 10 jähriger, modular aufgebauter Holzpavillon in Sempach LU, welcher verkauft wurde und nun erweitert und optimiert werden soll.
Der bestehende Pavillon soll wie vorgegeben in Einzelteile zur Wiederverwendung zerlegt und während der Rohbauphase eingelagert werden. Auf der geräumten Parzelle ist ein zusätzliches Gewerbegeschoss in Massivbauweise mit einer hinterlüfteten Trapezblechfassade vorgesehen, sowie ein darüberliegendes Parkgeschoss. Über dem Pakgeschoss findet der rückgebaute Pavillon wieder seinen Platz. Der Pavillon wurde in seiner Grundstruktur erhalten und nur teilweise erweitert. Die umliegende Dachfläche soll als Dachgarten ausgebildet werden, welcher den angrenzenden Lebensraum erweitern und als Erholungszone für die Bewohner respektive für die Arbeitnehmer / Mieter dienen soll.
Virtueller Rundgang
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Entwurf und Aussenraum
Der Neubau soll sich optimal in die bestehende Umgebung eingliedern. Das Industriequartier ist geprägt von mehrheitlich modernen Industriebauten mit Sichtbetonsockeln. Dieser soll in einer einfachen Form auch bei diesem Projekt übernommen werden. Die Grundfläche des Gebäudes wurde mit Rücksicht auf die bestehende Zonenrandbepflanzung, Retention und mit genügend Abstand geplant. Aufgrund der eben genannten Gegebenheiten vor Ort wurde die mögliche überbaubare Fläche nicht vollumfänglich ausgenutzt.
Die Form und Struktur des Neubaus überzeugt mit seiner linearen und regelmässigen Betontragstruktur, welche im EG mit dem Trapezblech und im OG mit dem transparenten Architekturnetz ausgefacht werden soll. Die moderne Bauweise fügt sich durch seine technisch wirkende Gebäudehülle optimal in das Quartier ein. Die Umgebungsbepflanzung sowie der geplante Dachgarten runden das Ensemble ideal ab.
Durch das im 1.OG angeordnete Parking, kann der Verkehr rund um das Gebäude minimiert werden. Besucher, Mieter, Kunden, Bewohner etc. können das Fahrzeug im Parking abstellen und ihrem Vorhaben nachgehen.
Haustechnik
Die Haustechnik wird nur unwesentlich verändert. Die bestehenden Erdsonden sollen erweitert bzw. um zwei Weitere ergänzt werden, damit das neu geplante Gebäudevolumen mit Warmwasser versorgt und beheizt werden kann. Die bestehenden Radiatoren werden ihren Platz im Pavillon wiederfinden. Das Erdgeschoss soll mit einer Deckenstrahlheizung mit integrierter Beleuchtung bestückt werden. Nebst der Heizung verfügt jede Gewerbefläche und Wohnung über eine kontrollierte Lüftung.
Für die sekundäre Wassernutzung - sprich für die WC-Anlagen, Waschmaschinen und Gartenventile - soll das anfallende Dachwasser in einem Regenwassertank gesammelt werden. Dadurch kann in erster Linie kostbares Trinkwasser und die damit verbundenen Kosten gespart werden. Ein weiterer Vorteil darin ist, dass die Gemeindekanalisation nicht durch unnötiges Sauberwasser belastet wird. Wobei hier ebenfalls Kosten im Sinn von Anschlussgebühren gespart werden können.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Die totalen Investitionskosten inkl. Grundstückserwerb, belaufen sich auf rund 5.48 Mio. CHF. Aus den zu erwartenden jährlichen Mieteinnahmen von 167'724 CHF, resultiert eine Bruttorendite von 3.06% bzw. eine Nettorendite von 1.89%.
Ein Teilausschnitt der Diplomarbeit befindet sich im Downloadbereich. Habe ich Ihr Interesse geweckt und Sie möchten noch mehr über das Projekt erfahren, dürfen Sie sich gerne per Mail bei mir melden.
An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen beigezogenen Personen für die grosszügige Unterstützung während meiner Diplomarbeit bedanken!