Erweiterung der Werkstattkapazitäten
Entwicklung eines strategischen Konzepts zur Erweiterung der Werkstattkapazitäten
Diese Arbeit evaluiert die optimale Variante zur Erweiterung der Werkstattkapazitäten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Kapazitätserweiterung, sondern auch auf der Erschliessung weiterer Kundengruppen wie beispielsweise Dauercamper, der Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Steigerung des Firmenimages. Die evaluierte Variante wird vertieft ausgearbeitet, auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit überprüft und eine fundierte Empfehlung an die Geschäftsleitung der Bushandel.ch AG abgegeben.
Ausgangslage & Ziel der Arbeit
Die Bushandel.ch AG ist in der Schweiz der führende Anbieter im Handel, Bau und der Reparatur von Camping- und Personentransportfahrzeugen. Durch die steigende Beliebtheit von Campingfahrzeugen kann die Firma ein konstant starkes Wachstum verzeichnen. Dies hat dazu geführt, dass sowohl die personellen als auch die räumlichen Ressourcen an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen sind.
Die Wartezeit für einen Werkstattermin beträgt aktuell zwischen 8 und 14 Wochen, was zu Kundenverlusten, Verzögerungen bei der Ablieferung von Neufahrzeugen und wenn die Situation länger anhält, auch zu einem Imageschaden führen kann.
Ziel dieser Arbeit ist es, nachhaltige, wirtschaftliche und schnell umsetzbare Varianten zur Kapazitätserweiterung zu entwickeln und zu bewerten. Schlussendlich soll eine fundierte Empfehlung an die Geschäftsleitung abgegeben werden.
Situationsanalyse
In den Jahren von 2015 bis 2024 haben sich die abgerechneten Werkstattaufträge mehr als verfünffacht. Der Wohnmobilbestand in der Schweiz wächst jährlich um ca. 7 %, wobei das Durchschnittsalter der Fahrzeuge steigt – was den Wartungsbedarf erhöht.
Das Hauptproblem ist der Platzmangel auf dem Firmenareal. Dies betrifft sowohl die Arbeitsplätze als auch die Parkplätze für Kunden und Lagerfahrzeuge. Die Folgen sind lange Wartezeiten für Werkstatttermine, ineffiziente Arbeitsabläufe und überlastete Mitarbeitende.
Lösungsansätze und Entscheidung
Es wurden über 20 Ideen zur Kapazitätserweiterung der Werkstatt gesammelt, davon wurden folgende 3 Varianten vertieft überprüft:
- Neubau einer Werkstatt mit Parkhaus
- Versetztes Arbeiten
- Mobiler Kundenservice
Mittels Präferenzmatrix und Nutzwertanalyse wurde die geeignetste Variante ermittelt. Als Kriterien für die Nutzwertanalyse wurden Umsetzbarkeit, Kosten, Skalierbarkeit, Mitarbeiterzufriedenheit, Risikopotential, Imagegewinn und Zielgruppenerweiterung eingesetzt.
Am besten abgeschnitten und zur Umsetzung empfohlen wird der mobile Kundendienst, da er schnell implementiert werden kann, gut skalierbar ist und mit vergleichbar geringen Kosten sowie einem niedrigen Risikopotential verbunden ist.
Umsetzung
Die Variante mobiler Kundendienst wurde konkret ausgearbeitet.
Dabei wurde die Integration in die bestehenden Abläufe geplant, Tarifmodelle ausgearbeitet, ein Phasenplan zur Umsetzung entwickelt, die Wirtschaftlichkeit überprüft und eine Risikoanalyse sowie eine Risiko-Bewältigungsstrategie erstellt. Weiter wurden mögliche Kooperationen mit B2B-Partnern wie Campingplätzen oder anderen Händlern geprüft bzw. vorgeschlagen.
Der Start erfolgt im Sommer 2025 mit dem ersten Servicefahrzeug, welches im Herbst und Winter 2025 mit weiteren Fahrzeugen ergänzt wird. Die Kosten pro Fahrzeug betragen ca. CHF 73'000.
Fazit
Der mobile Kundenservice bietet eine effiziente, skalierbare und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zur kurz- und langfristigen Kapazitätserweiterung. Durch die Erschliessung neuer Kundensegmente, die Verbesserung des Images und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten ist er die geeignetste Variante. Zusätzlich werden weitere Optimierungen und langfristige Infrastrukturprojekte der Geschäftsleitung der Bushandel.ch AG zur Umsetzung empfohlen.








