Digitalisierung des Shopfloor-Managements
Konzeption, Pilotierung und Bewertung einer digitalen Lösung zur Effizienzsteigerung und Massnahmen
Durch gezielte und praxisnahe Digitalisierungsmassnahmen konnte das bestehende Shopfloor-Management bei Hitachi Energy Zürich Oerlikon effizienter und transparenter gestaltet werden. Die bisherigen analogen Abläufe in den täglichen Meetings wurden mit den Tools iObeya und Power Apps digitalisiert und abgebildet. Die Diplomarbeit zeigt, wie dadurch Informationslücken geschlossen, Verantwortlichkeiten klarer definiert und die Zusammenarbeit im Produktionsumfeld nachhaltig verbessert werden konnte.
Ziel der Arbeit
Ziel dieser Diplomarbeit war es, das bestehende Shopfloor Management bei Hitachi Energy Zürich Oerlikon zu digitalisieren und damit die Effizienz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den täglichen Produktionsbesprechungen zu erhöhen. Im Fokus standen die Vereinfachung der Kommunikation, die strukturierte Nachverfolgung von Massnahmen sowie die Verbesserung des Informationsflusses zwischen den Schichten.
Ausgangslage und Problemstellung
Die täglichen Shopfloor-Meetings wurden bisher analog auf Whiteboards durchgeführt. Diese Vorgehensweise führte zu unvollständigen Informationen, unklaren Zuständigkeiten und einer erschwerten Nachverfolgung von Aufgaben. Zudem fehlte eine zentrale Datenbasis, um Kennzahlen und Massnahmen über mehrere Linien hinweg sichtbar zu machen.
Vorgehen und Umsetzung
Basierend auf einer Ist-Analyse der bestehenden Abläufe wurde ein digitales Konzept für das Shopfloor Management entwickelt. Dabei kamen die Tools iObeya und Microsoft Power Apps zum Einsatz. iObeya diente als digitale Plattform zur visuellen Darstellung der SQDIC-Struktur, während Power Apps für die strukturierte Erfassung und Nachverfolgung von Massnahmen eingesetzt wurde. Das Konzept wurde im Rahmen eines Pilotprojekts auf den Linien STR und TR umgesetzt. Die Einführung erfolgte schrittweise, begleitet von Schulungen und Feedbackrunden mit den Mitarbeitenden.
Ergebnisse und Nutzen
Die Umsetzung zeigte eine deutliche Effizienzsteigerung im Meetingablauf. Die Dauer der täglichen Besprechungen konnte reduziert werden, während die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Massnahmen zunahmen. Aufgaben, Fristen und Zuständigkeiten sind nun digital dokumentiert und für alle Beteiligten jederzeit einsehbar. Neben den messbaren Verbesserungen in der Organisation konnte auch die Akzeptanz der Mitarbeitenden für die neuen Tools als sehr hoch bewertet werden.
Ausblick und strategische Bedeutung
Die erfolgreiche Einführung des digitalen Shopfloor Managements bildet die Grundlage für einen möglichen Rollout auf weitere Produktionslinien. Langfristig wird empfohlen, iObeya als zentrale Plattform im Werk zu etablieren und Schnittstellen zu Systemen wie SAP zu prüfen, um Datenflüsse weiter zu automatisieren. Die Arbeit zeigt, dass Digitalisierung nicht zwingend komplexe Systeme erfordert, sondern durch gezielte, praxisorientierte Schritte einen grossen Mehrwert im Produktionsalltag schaffen kann.
Schlussfolgerung
Die Kombination von iObeya und Power Apps hat gezeigt, dass selbst kleine digitale Veränderungen grosse Wirkung entfalten können. Durch klare Strukturen, transparente Abläufe und einfache Bedienbarkeit wurde ein messbarer Beitrag zur Effizienzsteigerung geleistet. Das Projekt verdeutlicht, dass Digitalisierung vor allem dann erfolgreich ist, wenn Technik und Mitarbeitende gemeinsam im Mittelpunkt stehen.

Turan Yilmaz
Turan Yilmaz ist Qualitätstechniker bei Hitachi Energy in Zürich Oerlikon. Als Dipl. Techniker HF Unternehmensprozesse bringt er Erfahrung im Produktions- und Qualitätswesen mit und steht für effiziente und praxisnahe Prozesslösungen.
turan_yilmaz98@hotmail.com
+41 76 690 19 05




