Seilbobinen-Aufnahme
mit Antrieb und Bremsvorrichtung
Die Diplomarbeit entstand aus einem Problem bei der Wartung von Baukranen. Während dieser müssen Hubseile komplett abgerollt, kontrolliert und anschliessend mit einem vom Hersteller vorgeschriebenen Zugwiderstand von 500 kg wieder aufgezogen werden. Der bisher manuell durchgeführte Prozess entsprach nicht den Herstellervorschriften und war ineffizient, unergonomisch sowie sicherheitsbedenklich. Die Diplomarbeit wurde aufgrund der Grösse und Komplexität in einem Team von zwei Personen umgesetzt.
Ziel
Das Ziel war die Erstellung eines Konzeptes einer Aufnahmevorrichtung für Seilbobinen, um während der Wartung von Baukranen das Seil vom Kran auf die in der Vorrichtung montierte Bobine aufzuwickeln, dabei eine Kontrolle durchzuführen und das Hubseil anschliessend mit dem vom Kranhersteller vorgegebenen Widerstand von 500 kg wieder auf den Kran aufzuziehen.
Ergebnisse
Im Rahmen des Projektes haben wir drei Varianten erstellt, die wir anschliessend methodisch evaluiert haben. Bei der Gewinnervariante erfolgt der Antrieb elektrohydraulisch. Ein Elektromotor treibt eine Hydraulikpumpe an, die das Hydrauliköl über ein Handhebelventil zum Hydraulikmotor fördert. Dieser erzeugt die Drehbewegung der Bobine, während das Seil vom Kran abgezogen und kontrolliert wird. Der Wiederstand, der beim Aufziehen des Seiles auf den Kran benötigt wird, erfolgt durch eine Hydraulikpumpe, bei welcher kontrolliert Staudruck erzeugt wird. Die Hydraulikpumpe wird über ein Getriebe übersetzt, um beim der Pumpenwelle die Drehzahl zu erhöhen und das Drehmoment zu senken, damit eine gängige Hydraulikpumpe verwendet werden kann.
Da die Vorrichtung nicht am Boden verschraubt werden darf und mobil bleiben soll, wurde Sie mit zwei Krangewichtsteinen beschwert und mit Hebepunkten für Kran und Stapler versehen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes war die Auseinandersetzung mit der Arbeitssicherheit. Im Verlauf der Ausarbeitung wurde eine Risikoanalyse erstellt, in der potenzielle Gefahren bewertet und passende Gegenmassnahmen festgelegt wurden. So wurde beispielsweise das Risiko erkannt, dass sich jemand im Seil verfängt und in die rotierende Bobine gezogen wird.
Um dies zu verhindern haben wir ein Seil, welches mit einem Magnet befestigt und mit Schaltern überwacht wird, vor dem Einzug des Kranseiles platziert. Löst sich der Magnet, wird der Schalter aktiviert. Dadurch bremst die Maschine ab, schaltet sich automatisch aus und warnt den Benutzer und andere Mitarbeiter zusätzlich mit einem Signalhorn.
Fazit
Mit diesem Konzept können nun die Herstellervorschriften für das Aufwickeln des Hubseiles eingehalten werden. Zudem wird die Arbeitssicherheit und Effizienz erhöht und die Körperliche Belastung der Mitarbeiter gemindert. Das Konzept wurde so ausgelegt das die Maschine vom Auftraggeber mit eigenen Mitteln hergestellt und gewartet werden kann.








