Berechnungs- und Auslegungsmethode
für Tiefgezogene Druckbehälter nach den AD 2000-Merkblättern
Stellen sie sich vor, sie haben eine grossartige Produktidee und gehen den langen und beschwerlichen Weg zur Markteinführung. Ist das geschafft ist der nächste Schritt, sie gönnen sich ein Kaltgetränk, setzten sich hin und geniessen über Jahre die Früchte ihrer Arbeit. So lange, bis einer laut verkündet, die Grundbedingungen im Habitat ihres Produktes haben sich grundlegend verändert. Leider müssen sie sich jetzt erheben und ihr Produkt anpassen.
Noch schneller stehen sie auf, wenn es eine offizielle Stelle ist, welche ihr Produkt auf Herz und Nieren prüfen möchte. Die nennen diesen Vorgang Rezertifizierung und machen das Jahr 2025 zu demjenigen, welches Zeuge dieses Vorganges werden soll.
Passend dazu steht ein Mitarbeiter aus der Produktentwicklung an der Schwelle zu seiner Diplomarbeit. Da könnte man doch etwas verbinden? Bei der Markteinführung der U-Gefässe galt eine «experimentelle» Dimensionierung der Wandstärken als «State of the art».
Im Jahre 2024 steht man mehr auf eine «Berechnungsbasierte» Auslegungsmethode. Sie lässt einem vor Berstversuchen einfach ruhiger schlafen.
Die Materialcharakter, weisen je nach Gefässgrösse, «netterweise» unterschiedliche Materialeigenschaften auf. Meditativ blicke ich zurück auf die Berst-Versuche und den Wunsch, das honigartige Fliessverhalten zu charakterisieren. Fast schon einer Beziehung gleich, entwickelt sich die Analyse und Betrachtung unseres Tiefziehmateriales mit all ihren Höhen und Tiefen. Und wie in jeder guten Beziehung darf man ruhig auch einmal gewagte Behauptungen aufstellen. Gewagt deshalb, weil Sicherheit und Kosten zwar Freunde sind, aber nicht immer denselben Weg gehen (dickere Wandstärken). Am Ende geht die Beziehung, durch Recherchen gestärkt, gestärkt aus dieser turbulenten Zeit hervor.
Dem Projektziel stand dann nichts mehr im Wege.
- Erarbeitung einer Berechnungsgrundlage nach den AD 2000-Merkblättern
- Ermittlung der Festigkeitskennwerte des tiefgezogenen Materials
- Einordnung der ermittelten Kennwerte bzgl. ihrer Verwendbarkeit
- Zusammenführung sowie Beschreibung einer möglichen Zulassungsgrundlage für die Rezertifizierung
Diese Arbeit legt einen soliden Grundstein für die anstehende Rezertifizierung im 2025. Die Berechnungsergebnisse stellen eine realistische Annäherung dar, die durch Sicherheitsbeiwerte abgesichert ist. Die Dimensionierung der Druckbehälter ist technisch umsetzbar und praktikabel, die Rezertifizierung ist mehr als nur wahrscheinlich.
Nun wartet das nächste Kaltgetränk.




