Proud Potato - Lebensmittel retten
Die Plattform gegen Food waste in der Landwirtschaft
Hast Du gewusst, dass in der Schweiz rund 1/3 der Lebensmittel verschwendet werden? Ein Teil davon entsteht in der Landwirtschaft. Ich habe meine Diplomarbeit genutzt, um mich diesem Problem zu widmen. In diesem Artikel stelle ich Dir das Projekt und die Lösung für das Problem vor.
Food waste
Food waste ist ein aktuelles und sehr wichtiges Thema. Viele Lebensmittel werden unnötig verschwendet. Ungefähr 13% des Food wastes in der Schweiz entsteht in der Landwirtschaft. Leider sind im Handel die Anforderungen an Qualität, Form, Grösse und Aussehen landwirtschaftlicher Produkte sehr hoch. Die Konsumenten haben dadurch ein bestimmtes Bild der Produkte, was dazu führt, dass nicht marktkonforme, aber essbare Produkte es nicht bis in die Lebensmittelgschäffte schaffen.
Falls Du die genauen Zahlen bezüglich Food waste in der Schweiz erfahren möchtest, kannst Du dich hier informieren.
Das Projekt
Vorgeschichte
Um sich dem Problem zu stellen, hat der Verein Bit & Boden bereits vor meiner Diplomarbeit 400 Stunden ehrenamtlich aufgewendet. Sie haben während diesen Stunden unter anderem eine Lösung evaluiert, ein Konzept erstellt und Stiftungen organisiert. Mein Vorgesetzter, Stefan Braun ist in diesem Verein tätig und hat mir in Zusammenhang mit meiner Diplomarbeit dieses Thema nähergebracht und das Projekt präsentiert. Für mich war schnell klar, dass ich meine Diplomarbeit dafür nutzen möchte, um eine Lösung für dieses Problem zu entwickeln.
Die Diplomarbeit
Zwischen der Vorarbeit des Vereines und meiner Diplomarbeit ist viel Zeit vergangen. Aus diesem Grund habe ich zu Beginn der Diplomarbeit das Konzept überarbeitet und an die vorgegebenen Bedingungen und Ressourcen angepasst. Die Lösung für das Problem war allerdings seit Anfang an klar, es soll eine Applikation programmiert werden.
Während den sechs Wochen habe ich mich dieser Aufgabe angenommen und die Applikation programmiert. Vom Prinzip her, kann man sich das wie bei einer Onlinemarktplatz-Plattform vorstellen (zum Beispiel ricardo.ch oder tutti.ch).
Wie funktioniert die Applikation?
Es gibt Produzenten und Konsumenten. Beide Rollen sollen zusammengebracht werden. Die Produzenten haben die Möglichkeit Angebote aufzuschalten. Die Konsumenten können mit Hilfe von Filtern und einer Karte Angebote in Ihrer Nähe suchen. Wenn sie ein passendes Angebot gefunden haben, können sie eine Abholung anmelden. Die Produzenten werden über die Abholung informiert und bereiten alles für die Abholung des Konsumenten vor. Der Produzent entscheidet selbst, mit welchen Zahlungsmittel bezahlt werden kann. Die Bezahlung muss allerdings vor Ort stattfinden. Die Konsumenten können Suchfilter abonnieren und per E-Mail benachrichtigt werden, falls ein Angebot welches ihren Kriterien entspricht aufgeschaltet wird.
Wie geht es weiter?
Zum aktuellen Zeitpunkt hat das Projekt die Testphase erreicht. Es gibt einen Testserver, auf dem die Applikation getestet werden kann, dieser ist jedoch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es gibt aktuell einen interessierten Produzenten der Bit & Boden kurz vor meiner Diplomarbeit kontaktiert hat. Wir werden ihn in die Testphase mit einbeziehen und die Applikation mit echten Angeboten testen lassen. Nach der Testphase wird die Applikation online geschaltet und für alle verfügbar sein.
Nutzen
Das Ziel ist es mit dieser Applikation ein Zeichen zu setzen, viele Lebensmittel retten zu können und somit diesen 13% Verlusten in der Landwirtschaft entgegenzuwirken.









