BiodiversitätsGarten
Auszeichnung naturnaher Gärten in Köniz
Die Biodiversität im Siedlungsraum nimmt stetig ab – versiegelte Flächen und monotone Gärten lassen wertvolle Lebensräume verschwinden. Das Projekt «BiodiversitätsGarten» der Gemeinde Köniz wirkt dieser Entwicklung entgegen und zeichnet Privatgärten aus, die durch eine naturnahe Gestaltung Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen. Mit der Auszeichnung wird das Engagement der Bevölkerung sichtbar gemacht, wodurch ein Zeichen für mehr Vielfalt und Artenreichtum im Siedlungsraum gesetzt wird.
Ergebnis der Arbeit
Im Rahmen dieser Arbeit entstand ein umfassendes Konzept zur Weiterentwicklung des Projekts «BiodiversitätsGarten» in der Gemeinde Köniz. Es zeigt auf, wie die erfolgreiche Pilotphase im Ortsteil Wabern auf das gesamte Gemeindegebiet übertragen werden kann.
Das Konzept beinhaltet drei Auszeichnungskategorien (Zwei davon nach dem Vorbild der Stadt Bern) «Auf dem Weg zum BiodiversitätsGarten», «BiodiversitätsGarten» und «BiodiversitätsGarten besonders wertvoll» und legt klare Strukturen für Organisation, Kommunikation, Bewertung und Finanzierung fest. Durch die erarbeitete Ablauf- und Budgetplanung kann das Projekt künftig effizient umgesetzt und langfristig in der Gemeindestruktur verankert werden.
Für die Gemeinde ergibt sich ein konkreter Mehrwert: Das Projekt fördert die Biodiversität auf Privatflächen, stärkt das Bewusstsein der Bevölkerung und unterstützt die Umsetzung der kommunalen Biodiversitätsstrategie. Darüber hinaus wurde eine übersichtliche Projektorganisation geschaffen, die den administrativen Aufwand reduziert und eine Wiederholung des Projekts in weiteren Jahren ermöglicht.
Weg zum Ziel
Um das Ziel der Arbeit zu erreichen, wurden das Pilotprojekt 2025 gründlich analysiert und reflektiert, Interviews ausgewertet sowie ein strukturiertes Konzept für die gemeindeweite Umsetzung entwickelt. Schritt für Schritt entstanden daraus klare Abläufe, Rollen und Kommunikationswege, welche die zukünftige Umsetzung des Projekts erleichtern und in der Gemeindestruktur verankern sollen.
Besondere Herausforderungen
Besondere Aufmerksamkeit erforderte die Planung und Koordination zwischen verschiedenen Fachstellen (vor allem aus zeitlichen Gründen) sowie die realistische Einschätzung des Ressourcenbedarfs. Zu Beginn wurde der zeitliche Aufwand für Abstimmungen und Layoutarbeiten unterschätzt, was durch eine strukturierte Planung und konsequente Priorisierung ausgeglichen werden konnte.
Weiteres Vorgehen
Das Konzept wird ab 2026 in der Praxis umgesetzt und soll jährlich wiederholt sowie langfristig in die kommunale Biodiversitätsstrategie integriert werden. Ergänzend sind Informationsmassnahmen und Kooperationen mit Schulen, Vereinen und dem Umweltforum / Ortsferein vorgesehen, um die Wirkung in der Bevölkerung zu verstärken.
Persönliche Erkenntnisse
Zu den wichtigsten Lessons learned gehört, dass klare Strukturen, eine regelmässige Kommunikation und ein realistisches Zeitmanagement entscheidend für den Projekterfolg sind. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, frühzeitig Prioritäten zu setzen und Aufgaben übersichtlich zu planen, um auch bei grösserem Arbeitsaufwand den Überblick zu behalten. Besonders wertvoll war die enge Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und den verschiedenen Fachpersonen, durch die ich wertvolle Einblicke in die praktische Projektarbeit im öffentlichen Umfeld gewinnen konnte. Gleichzeitig konnte ich meine Fähigkeiten im Projektmanagement, in der Koordination und in der sorgfältigen und zielorientierten Arbeitsweise weiterentwickeln.
Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit und am Projekt «BiodiversitätsGarten».

Martina Bärtschi
Ich bin eine naturverbundene, engagierte und fleissige Person, die Projekte mit Herz und Struktur umsetzt. Mit meinem erlernten Wissen aus der Energie- und Umwelttechnik möchte ich mich weiterentwickeln und einen wichtigen Beitrag zur Umwelt leisten.
martina.baertschi1@outlook.com
+41 78 695 17 25
Auszeichnung BiodiversitätsGarten
Die Plakette dient als sichtbares Zeichen der Auszeichnung «BiodiversitätsGarten». Sie wird an Teilnehmende vergeben, deren Gärten die Kriterien für eine naturnahe Gestaltung erfüllen. Das Design vermittelt die Werte des Projekts – Naturverbundenheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit – und trägt zur Sensibilisierung in der Bevölkerung bei.
Wenn Sie mehr über das Projekt «BiodiversitätsGarten» erfahren möchten, sind Sie herzlich eingeladen, die vollständige Diplomarbeit herunterzuladen und einzusehen. Der Bericht bietet einen kompakten Überblick über Ziele, Vorgehen und Ergebnisse des Projekts.
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