Dipl. Energie- und Umwelttechniker/in HF

Abfall- und Entsorgungskonzept der Emch Aufzüge AG

Erfassung, Analyse und Optimierung der betrieblichen Abfallbewirtschaftung

Die Diplomarbeit analysiert die bestehende Abfallbewirtschaftung der Emch Aufzüge AG und entwickelt darauf basierend 4 praxisorientiertes Massnahmenkonzepte. Ziel war es, Transparenz über Mengen, Kosten und Entsorgungswege im Jahr 2024 zu schaffen und durch organisatorische sowie technische Massnahmen eine nachhaltige Reduktion von 20% des Abfallvolumens und eine Verbesserung der Recyclingquote von 20% zu erreichen.

9. November 2025
Patrick Buchmann

Ich habe mich mit der Analyse und Optimierung der betrieblichen Abfallbewirtschaftung der Emch Aufzüge AG am Standort Bern befasst. Ziel war es, das bestehende Entsorgungssystem vollständig zu erfassen, die Datengrundlage zu verbessern und praxisnahe Ansätze zur Reduktion von Abfallmengen sowie zur Steigerung der Recyclingquote zu entwickeln. Auf Grundlage einer umfassenden IST-Analyse der Entsorgungsdaten aus dem Jahr 2024 wurden Schwachstellen identifiziert und ökologische Prioritäten bestimmt. Dabei entstand ein Gesamtkonzept, das organisatorische, technische und prozessbezogene Verbesserungen miteinander kombiniert.

Im Zuge der Arbeit wurde zudem ein Excel-Erfassungstool weiterentwickelt, das eine standardisierte und transparente Auswertung der Entsorgungsdaten ermöglicht und künftig die Erfolgskontrolle der umgesetzten Massnahmen unterstützen soll (siehe Bildergalerie unten).

Die im Rahmen der Arbeit entwickelten vier Massnahmen konzentrieren sich auf die Bereiche Pressmulde, Papier/Karton, Elektroschrott und Kunststoffe, bei denen die grössten Potenziale zur Effizienzsteigerung und Umweltentlastung bestehen.

Aus Gründen der Vertraulichkeit wurden detaillierte Mengen-, Kosten- und Betriebsdaten in dieser Veröffentlichung nicht offengelegt.

Massnahmen

M1 / Pressmulde (brennbarer Abfall): Die Pressmulde wird derzeit als Sammelstelle für unterschiedlichste Abfälle genutzt – darunter auch Wertstoffe wie Papier, Karton, Metalle oder Kunststoffe. Ziel der Massnahme ist es, die Pressmulde künftig ausschliesslich für nicht verwertbare Restabfälle einzusetzen. Durch die Einführung zusätzlicher Sammelstellen für Wertstoffe, die Schulung der Mitarbeitenden zur richtigen Trennung sowie die sichere Entsorgung vertraulicher Dokumente über Schredder-Container soll die Abfalltrennung deutlich verbessert werden. Zudem unterstützt die Einführung der Software Trumpf zur digitalen Fertigungsdokumentation die Reduktion papierbasierter Fertigungspläne und trägt indirekt zur Abfallvermeidung bei. 

Erwartete Wirkung: Reduktion des Abfallvolumens um ca. 15–20% und bervesserte Recyclingquote von +5% bis +10%.

M2 / Papier & Karton: Papier und Karton gehören zu den mengenmässig bedeutendsten Abfallfraktionen im Betrieb. Viele dieser Materialien entstehen durch administrative Prozesse, Verpackungen oder Fertigungsunterlagen. Ziel der Massnahme ist es, den Verbrauch zu reduzieren, Doppelverwendungen zu fördern und die Trennqualität zu verbessern. Durch die Einführung digitaler Freigabeprozesse und elektronischer Signaturen, die Umstellung auf standardmässigen Duplexdruck sowie die Wiederverwendung von Kartonverpackungen in der Logistik kann der Papier- und Kartonverbrauch deutlich gesenkt werden. Zusätzlich unterstützt die Schulung der Mitarbeitenden zu papierarmem Arbeiten nach dem Prinzip „digital first“ den langfristigen Wandel hin zu ressourcenschonenden Arbeitsprozessen. .

Erwartete Wirkung: Reduktion des Papier- und Kartonaufkommens um ca. 20–25% und Indirekte Verbesserung der Recyclingquote durch sauberere Trennung, ca 2-5%.

M3 / Elektroschrott: Elektroschrott entsteht hauptsächlich durch den Austausch von Bürogeräten, Steuerungskomponenten und Maschinenbauteilen. Ziel der Massnahme ist es, die Lebensdauer von Geräten zu verlängern, funktionsfähige Komponenten wiederzuverwenden und die Rückgabe über zertifizierte Rücknahmesysteme konsequent sicherzustellen. Dadurch können wertvolle Rohstoffe erhalten und die Umweltbelastung reduziert werden. Durch die Erfassung und Dokumentation aller Elektrogeräte mit Angaben zu Zustand und Alter wird eine bessere Übersicht geschaffen, um Reparatur- oder Wiederverwendungsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen. Ergänzend fördern die interne Weiterverwendung funktionsfähiger Geräte eine nachhaltige Verwertung.

Erwartete Wirkung: Reduktion des Elektroschrottvolumens um ca. 10–15% und Erhöhung der stofflichen Verwertung von 5-10%.

M4 / Kunststoffe: Kunststoffabfälle fallen vor allem in der Mensa, in Aufenthaltsräumen und in der Logistik an. Ziel der Massnahme ist es, die Sammlung auszuweiten, das Bewusstsein für saubere Trennung zu stärken und die Wertstoffrückführung langfristig zu verbessern. Durch die Einführung zusätzlicher Sammelstellen und eine klare Trennstruktur sollen Kunststoffabfälle künftig getrennt erfasst und verwertet werden. Ergänzend wird durch Informationskampagnen und gezielte Schulungen das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeitenden gefördert, um Fehlwürfe zu vermeiden und die Qualität der gesammelten Wertstoffe zu erhöhen.

Erwartete Wirkung: Reduktion der Kunststoffabfälle um ca. 10–20% und Steigerung der Recyclingquote um rund 5–10%.

Fazit

Durch organisatorische Anpassungen, technische Optimierungen und eine gezielte Sensibilisierung der Mitarbeitenden können sowohl das Abfallvolumen als auch die Trennqualität künftig messbar verbessert werden. Das Ziel einer Abfallreduktion um 20% konnte im Konzept zwar noch nicht vollständig erreicht werden, mit rund 17% zeigt sich jedoch, dass dieses Ziel realistisch in Reichweite liegt – vorausgesetzt, die Massnahmen werden langfristig konsequent umgesetzt und intern verankert.

Bei der Recyclingquote fällt die erwartete Steigerung mit rund 8% geringer aus als die ursprünglich geplanten 20%. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele Abfallfraktionen – etwa Metall, Holz oder Karton – bereits heute über etablierte Kanäle stofflich verwertet werden und dadurch nur begrenztes zusätzliches Potenzial besteht. Dennoch stellt auch dieser Fortschritt eine klare Verbesserung dar, da insbesondere die Trennqualität und das Bewusstsein für eine saubere Entsorgung gestärkt wurden.

Insgesamt schafft die Arbeit damit die Basis für eine nachhaltige, datenbasierte und praxisnahe Weiterentwicklung der betrieblichen Abfallwirtschaft und zeigt auf, wie sich ökologische Verantwortung und betriebliche Effizienz erfolgreich verbinden lassen.

Portrait

Patrick Buchmann

Ich bin gelernter Konstrukteur EFZ und arbeite als solcher bei den Emch Aufzügen AG


patrick.buchmann@hotmail.com


+41 79 349 41 90


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