Photovoltaikanalyse
Analyse für eine Photovoltaikanlage am Dreili 39a in Homberg b. Thun
Die Energiewende im vollen Gange! Die voranschreitende Klimakrise und die dringende Notwendigkeit, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, haben die Welt zu einer entscheidenden Wende in Bezug auf die Energieerzeugung und -nutzung gedrängt. Die Photovoltaik (PV) zeigt hierfür ein riesiges Potenzial für eine nachhaltige Energiezukunft. Die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt und eröffnet dabei unzählige Möglichkeiten, die nicht nur den Umweltschutz thematisieren.
Meine Diplomarbeit widmet sich der Integration einer Photovoltaikanlage (PVA) auf einem Scheunendach, wobei sechs unterschiedliche Varianten analysiert werden. Jede Variante wurde hinsichtlich der festgelegten Ziele auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Grösse der Generatorfläche, dem Verbrauch und der Integration von Speichern. Der Fokus liegt dabei die bestmögliche Lösung für die Objekteigentümer zu finden.
AnalyseDas Objekt wird hinsichtlich Dachzustand, Ausrichtung, Verbrauch und Anschluss ans Verteilnetz analysiert. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Scheunendach in Homberg b. Thun.Lösungsfindung Für die Lösung der Aufgabe wurden sechs Varianten mit unterschiedlichen Kombinationen der Schwerpunkte erarbeitet. In diesen wird die Dachfläche unterschiedlich belegt, um verschieden Leistungen zu erzielen. Mit dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) und der Integration von einem elektrischen Speicher, wird das Ziel verfolgt, den Eigenverbrauch und die Autarkie zu verbessern.Vergleich der Varianten Beim Vergleich und der Bewertung der Varianten zeigt sich, dass die Varianten mit dem ZEV und ohne Speicher in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit die besten Ergebnisse erzielen. In Bezug auf Autarkie und Eigenverbrauch weisen die Varianten mit einem ZEV und einem elektrischen Speicher die besten Werte auf. Jedoch erfüllt nur eine der sechs Varianten alle der festgelegten Ziele.Fazit Die Analyse zeigt, dass bis auf eine Variante, alle Lösungen wirtschaftlich rentabel betrieben werden können. Dabei erweist sich der ZEV als eine sinnvolle Lösung, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Variante 4 erzielt mit einem Kapitalbarwert von CHF 9‘661.- das beste Ergebnis. Wird der Fokus mehr Richtung Autarkie und Eigenverbrauch gesetzt, ist die Integration eines Speichers sinnvoll. So kann auch in sonnenarmen Zeiten die eigenerzeugte Energie verwendet werden. Variante 6 weist mit 42.7% den höchsten Eigenverbrauchsanteil auf. Diese beiden Ergebnisse bilden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Objekteigentümer.

Andreas Neuhaus
Meine Berufliche Karriere startete ich mit einer Berufslehre als Forstwart bei der Waldgemeinde Wimmis und einer Zweitausbildung als Netzelektriker bei der Arnold AG. Seit November 2022 bin ich bei BKW Power Grid als Projektleiter Verteilnetz MS/NS tätig.
andreas.neuhaus@bkw.ch










