LuW-Light
Leitsystem unterstütztes Warnen von Gleisarbeitsstellen ab Domino-Stellpult
Einleitung: Das Bauvolumen und die Anzahl Baustellen im Schienenverkehr steigen stetig. Um die Arbeiter auf der Baustelle von herannahenden Schienenfahrzeugen zu warnen, wird heute meistens die konventionelle Warnung eingesetzt. Dabei befindet sich das Sicherheitspersonal beziehungsweise das autonome Warnsystem am Gleis und warnt so vor Ort die Arbeitenden. Der Nachteil dieser Warnung ist, dass viele Züge gemeldet werden, obwohl diese nicht auf die Gleisarbeitsstelle fahren. Dies führt zu unnötigen Arbeitsunterbrüchen auf der Baustelle. Weitere Nachteile sind, fehlende Übersicht bei komplexen Gleistopologien oder fehlende Sichtweiten. Aus diesen genannten Gründen wurde das System LuW, Leitsystem unterstütztes Warnen, entwickelt. Da LuW nur bei Stellwerken eingesetzt werden kann, die über das Leitsystem ILTIS verfügen, kam der Wunsch auf auch bei Stellwerken ohne ILTIS so zu warnen. Deshalb ist der Prototyp LuW-Light entwickelt worden. LuW-Light soll bei Stellwerken mit einem Domino-Stellpult Übersicht verschaffen und eine Baustelle nur dann warnen, wenn es nötig ist.
Management Summary:
Das Ziel dieser Arbeit ist, ein Prototyp für das automatisierte Warnen von Gleisarbeitsstellen ab einem Domino-Stellpult zu entwickeln. Dabei soll ein Lichtsensor am Domino-Stellpult herannahende Schienenfahrzeuge erkennen und dem Bediener der Anlage melden. Über Bedienungen kann der Bediener bei Bedarf die Arbeitsstelle warnen. Erkennt die Anlage eine Unregelmässigkeit, so muss sofort ein Störalarm an die Gleisarbeitsstelle abgesetzt werden.
Beteiligte Personen:
- Bossart Elmar, Fachexperte/Auftraggeber SBB
- Räber Joe, Fachlehrer
- Gloggner Urs, Prüfungsexperte
- Zgraggen Roger, Diplomand
Kosten: etwa 4000 CHF
Arbeitsstunden: etwa 400 Stunden
Termine:
- Offizieller Start Diplomarbeit 19.08.2019
- Abgabetermin Dokumentation 14.10.2019, 17:00 Uhr
- Abgabetermin Onlinepublikation 21.10.2019
- Präsentation 29.10.2019, 17:00 Uhr
Anhand einer ersten Idee wurde eine ausgiebige Informationssammlung und Analyse betrieben. Anschliessend ist eine Risikoanalyse durchgeführt worden. Anhand dieser Informationen konnte mit der Entwicklung des Prototyps begonnen werden. Dabei ist zuerst der mechanische Aufbau, dann anhand eines Schemas die Verdrahtung und zum Schluss das Programm entwickelt worden. Zum Abschluss wurde der Prototyp getestet und aufgetauchte Fehler behoben oder Massnahmen für eine allfällige Weiterentwicklung definiert.
Mit diesem Prototyp ist eine Grundlage erschaffen worden, welche nun an der scharfen Anlage mit den verantwortlichen Personen getestet werden muss. Der Lichtsensor konnte noch nicht in das Programm eingebunden werden. Dies ist die einzige grössere Abweichung zu den gesetzten Zielen.
Anhand der Tests muss entschieden werden, ob der Prototyp weiterentwickelt werden soll, für eine allfällige Serienproduktion. Aus den Ergebnissen empfiehlt es sich allenfalls eine andere SPS zu nehmen und die Software nochmals zu überarbeiten. Für die Logistik ist ein kleinerer Steuerschrank sicherlich von Vorteil. Es ist noch fraglich, ob das Produkt bei der SBB eingeführt werden kann. Eines der offenen Probleme ist es, den Lichtsensor in das Programm einzubinden.
Es wird empfohlen diese Ansicht zu benutzen und nicht eine Ebene tiefer zu gehen, da es eine Diskrepanz zwischen den Bildern gibt und die Übersicht so besser ist.

Roger Zgraggen
Mein Name ist Roger Zgraggen, ich bin verheiratet und wohne in Altdorf im Kanton Uri. In meiner Freizeit gehe ich gerne Wandern, Biken, Skifahren, ins Fitness oder in den Vita Parcours. Ausserdem liebe ich das Reisen und fremde Kulturen zu entdecken. Im Jahr 2000 schloss ich meine Lehre als Elektromonteur im Elektrizitätswerk Ursern in Andermatt ab. Danach arbeitete ich vorwiegend in der Verkehrsbranche als Elektromonteur. Meine Stationen waren: Sisag AG in Altdorf, Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans, Frei AG in Stans, SBB AG Cargo in Erstfeld und Maréchaux AG in Luzern und Stans. Seit dem 01. Juli 2006 arbeite ich bei der SBB AG Infrastruktur in Erstfeld als Sicherungsanlagen-Techniker und Störungsmanager. In einem kleinen Team sind wir verantwortlich für das Ausführen und Vorbereiten von Unterhaltsarbeiten und der Störungsbehebung an den Sicherungsanlagen.
roger.zgraggen@outlook.com
078 625 80 02

















































