Dipl. Techniker/in HF Bauplanung Architektur

Diplomarbeit 2025

Denkmalgeschütztes Hallenschwimmbad Olten

22. November 2025
Janine Rebholz

Aufgabenstellung

Im Rahmen der Diplomarbeit wurden zwei Projekte entwickelt, die sich mit der Erneuerung bzw. dem Ersatz des sanierungsbedürftigen Hallenbads der Schulanlage Säli in Olten befassen. Das bestehende Bad entspricht technisch und baulich nicht mehr dem heutigen Standard; zentrale Bauteile wie Becken, Abdichtung, Plattenbelag und Innenwandverkleidungen stammen noch aus der Bauzeit und müssen umfassend erneuert werden. Auch die zugehörige Infrastruktur wie Umkleiden und Duschen ist funktional, aber veraltet.

Ziel der Arbeit war es, ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln, das sowohl eine Sanierung als auch einen möglichen Neubau prüft und sich sinnvoll in den bestehenden Kontext einfügt. Die Arbeit umfasst die Bereiche Entwurf, Baustellenlogistik, Konstruktion und Bauphysik, statisches Konzept und Haustechnik sowie eine Wirtschaftlichkeits- und Kostenanalyse. Farb- und Materialkonzept sowie 3D-Visualisierungen zeigen die architektonische Wirkung und die Beziehung zum Bestand.

Durch die ganzheitliche Bearbeitung dieser Themen konnten zwei zeitgemässe, wirtschaftlich tragbare Projektvarianten entstehen, die den heutigen Anforderungen entsprechen und zugleich respektvoll mit der bestehenden, denkmalgeschützten Anlage umgehen.

Neubau

Der Neubau orientiert sich gestalterisch am Raster und den Proportionen des Bestands: Eine abwechselnd vertikale und horizontale Holzfassade im 2:1-Rhythmus sowie grosszügige Verglasungen stellen den Bezug zur bestehenden Schulanlage her. Das zweigeschossige Volumen mit Flachdach erhält eine PV- und Solarkollektoranlage; Dach- und Oberflächenwasser werden kontrolliert über Abläufe, Rinnen und Versickerungsgalerien abgeführt. Im Innern führen getrennte Zugänge für Schulen und Öffentlichkeit über Garderoben zu drei unterschiedlich dimensionierten Becken inklusive Hubbodenbereich, einer Sauna und grosszügigen Aufenthaltszonen inklusive Restaurant. Das Tragwerk besteht aus Betonwänden und Brettschichtholzträgern, die eine Spannweite von rund 33 m ermöglichen. Die Becken werden mit Finnischen Rinnen ausgeführt und wärmetechnisch gedämmt, während Akustikpaneele den Schallschutz verbessern und die Leitungsführung verdecken. Die statische Aussteifung erfolgt über den Betonkern und die Aussenwände; gegründet wird auf einem Plattenfundament. Haustechnisch wird die bestehende Pellet- und Gasheizung weiterverwendet, ergänzt durch neue Leitungen und Technikräume für Wasseraufbereitung, Salz-Elektrolyse, Filtration und Kühlung. In der Umgebung bleiben sämtliche Bäume und Rasenflächen bestehen; dezente Pollerleuchten reduzieren Lichtemissionen. Die vorvergraute Holzschalung und der umlaufende Sichtbetonsockel verleihen dem Neubau eine robuste, zeitlose Wirkung.

Umbau

Beim Umbau des denkmalgeschützten Hallenbads steht die Erneuerung des stark geschädigten Beckens im Vordergrund. Aufgrund geringer Betonstärken und unklarer Korrosionsschäden wird ein vollständiger Rückbau und Neubetonieren als wirtschaftlichste und sicherste Lösung vorgeschlagen. Das neue Becken wird auf Bodenniveau angehoben und mit Wiesbadener bzw. Finnischer Rinne ausgeführt, um sichere Übergänge ohne Stufen zu gewährleisten. Abdichtungen und Plattenbeläge im Hallenbad und Treppenbereich werden erneuert, Leitungen und Armaturen im Untergeschoss vollständig ersetzt und korrodierte Wände, Türen und Installationen rückgebaut und neu erstellt. Die Wasseraufbereitung wird auf ein modernes Verfahren mit Vorfiltration, Flockung, Mehrschichtfiltration, pH-Regulierung und Chlorung über Salz-Elektrolyse umgestellt; Ausgleichs- und Spülbecken werden erweitert und ergänzt. Für die Bauphysik kommen furnierte Holzplatten analog zum Bestand zum Einsatz, zur Verbesserung des Schallschutzes aufgedoppelt. Das Becken erhält eine Unterdämmung zur Minimierung von Wärmeverlusten, der Boden im 2. Untergeschoss wird durch einen PU-Belag ersetzt. Im Farb- und Materialkonzept bleiben die Platten im Schwimmbad bestandstreu, während die Garderoben durch kräftige Bodenfarben und sanfte Pastelltöne eine freundliche, einladende Atmosphäre für Schülerinnen und Schüler schaffen; grössere beige Platten verbinden Schwimmbad, Duschen und Garderoben gestalterisch miteinander.

Fazit

Der Vergleich der beiden Varianten zeigt deutlich, dass die Sanierung des bestehenden Hallenbads zwar mit geringeren Investitionskosten verbunden ist, jedoch lediglich ein einzelnes Becken umfasst. Die Erneuerung der Oberflächen sowie der Garderoben wertet den bestehenden Bereich spürbar auf und verbessert das Nutzungserlebnis insbesondere für die Schülerinnen und Schüler.

Der Neubau hingegen entspricht der heutigen Nachfrage nach einem öffentlichen Hallenbad in Olten. Er bietet eine höhere Aufenthaltsqualität, moderne Technik und eine klare gestalterische Einbindung in die bestehende Anlage. Mit drei unterschiedlichen Becken, ergänzenden Angeboten wie Sauna und Restaurant sowie einem Parking im Untergeschoss spricht der Neubau eine breitere Nutzerschaft an und schafft zusätzliche Einnahmemöglichkeiten.

Aus heutiger Sicht erscheint es daher sinnvoll, die Option eines Neubaus ernsthaft in Betracht zu ziehen, da sie langfristig mehr Nutzwert, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit bietet.

Portrait

Janine Rebholz

Diplomarbeit 2025

Sie würden gerne mehr über mein Projekt erfahren? Dann schauen Sie doch den Auszug aus meiner Diplomarbeit an. Für weitere Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.

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