Umbau | Sanierung | Neubau Hallenbad
Schulanlage Säli, Olten
Das Projekt umfasst zwei mögliche Entwicklungsvarianten für das Hallenbad beim Sälischulhaus in Olten: Die Sanierung der denkmalgeschützten Badehalle mit Lehrschwimmbecken (Teilprojekt A) oder den Neubau eines modernen Hallenbads mit erweitertem Angebot (Teilprojekt B). Eine gleichzeitige Realisierung beider Projekte ist nicht vorgesehen.
TEILPROJEKT A - SANIERUNG / UMBAU
Die bestehende Badehalle wird unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Auflagen instandgesetzt und weiterhin ausschliesslich für den Schul- und Vereinsbetrieb genutzt. Die Sanierung umfasst hauptsächlich die Erneuerung der Pooltechnik und die Sanierung des undichten Schwimmbeckens. Ergänzend werden die Oberflächen in der Badehalle wie auch im Garderobenbereich erneuert. Im Rahmen der Beckensanierung wird der Wasserstand angehoben und der Beckenrand als Überlaufrinne (Zürcher-Rinne) ausgebildet.
Die geschätzten Kosten für die Sanierung liegen bei rund CHF 2 Mio.
TEILPROJEKT B - NEUBAU
Der Neubau beinhaltet ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Teilhubboden, ein Nichtschwimmer- und Planschbecken, eine Rutschbahn wie auch einen Wellnessbereich. Die Garderobenbereiche sind separat für Schulen und Vereine sowie die Öffentlichkeit organisiert. Zusätzlich ist im Erdgeschoss eine gewerbliche Fläche für ein kleines Café, das unabhängig vom Badebetrieb betrieben werden kann, vorgesehen.
Die Tragstruktur des Untergeschosses, der Decke über dem Erdgeschoss sowie des gesamten Garderobentraktes wird in Massivbauweise ausgeführt. Hingegen werden die Wände und die Dachkonstruktion der Badehalle in Holzbauweise errichtet. Die Fassade wird mit einer pflegeleichten, optisch ansprechenden Metallfassade (Trapezblech) eingekleidet und durch umlaufende Pfosten-Riegel-Verglasungen im Bereich der Badehalle ergänzt. Letztere orientieren sich an der denkmalgeschützten Fassade der benachbarten Schulanlage.
Im Innenbereich wird auf fugenlose Oberflächen an Wand und Boden gesetzt. Damit soll der Unterhalt minimiert und eine lange Lebensdauer gewährleistet werden. Die Nutzschicht übernimmt zusätzlich die Funktion der Abdichtung, wodurch Wasserschäden praktisch ausgeschlossen sind und allfällige Defekte leicht erkennbar und reparierbar bleiben. Zusätzlich bieten die PU-Beläge eine bessere Schallabsorption als herkömmliche harte Beläge.
Im Bereich der grossen Auskragung entsteht eine Begegnungszone, die sowohl zum Verweilen einlädt als auch die Verbindung zum bestehenden Spielplatz herstellt.
Die geschätzten Kosten für den Neubau betragen rund CHF 25.4 Mio.
FAZIT
Um die Rendite beider Varianten zu beurteilen, müssen Betriebskosten, Personalaufwand und Eintrittspreise detailliert analysiert werden.
Beide Varianten verfolgen das Ziel, eine moderne, funktionale und wirtschaftlich tragfähige Infrastruktur zu schaffen und gleichzeitig den aktuellen Anforderungen von Schulbetrieb, Vereinen und öffentlicher Nutzung gerecht zu werden. Die Wahl der Variante hängt sowohl von den finanziellen Rahmenbedingungen als auch von betriebswirtschaftlichen Aspekten ab.

Rahel Emmenegger
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