Sport -und Eventhalle Paradiesli
Diplomarbeit 2024 Jyma Nartey
Das Projekt an der Kernenriedstrasse 1 umfasst zwei Neubauten, die zusammen mit dem bestehenden "Gewerbepark Paradies" eine prägnante und einzigartige Überbauung formen sollen. Im Fokus der Aufgabe stehen insbesondere die konstruktiven Aspekte und der Entwurf der Fassaden für das neue südliche und mittlere Gebäude. Diese müssen nicht nur sämtliche rechtlichen Vorgaben erfüllen, sondern auch ressourcenschonend, nachhaltig und im Sinne einer zirkulären Bauweise gestaltet werden, um den Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Langlebigkeit gerecht zu werden. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Gestaltung der Fassaden, die in ihrer Ästhetik und Materialität in Einklang mit dem bestehenden Gebäude stehen müssen. Es gilt, eine harmonische Verbindung zu schaffen, die sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugt und dem Standort einen modernen, einheitlichen und gleichzeitig zeitlosen Charakter verleiht. Durch eine sorgfältige Abstimmung der Gestaltung soll eine Verbindung geschaffen werden, die Eleganz, Nachhaltigkeit und Funktionalität harmonisch vereint und so langfristigen Bestand garantiert.
Entwurf Fassaden
Die Neubauten zeichnen sich durch individuelle Fassadengestaltungen aus, die jede Nutzung visuell hervorheben und jedem Gebäude eine eigene Identität verleihen. Trotz der optischen Unterschiede wird eine gestalterische Verwandtschaft durch bestimmte architektonische Elemente geschaffen. So greifen die V-förmigen Stützen und der Laubengang im Erdgeschoss eine gemeinsame Formensprache auf, die Offenheit vermittelt und eine visuelle Verbindung zwischen den Gebäuden herstellt.
Entwurf Restaurant Gebäude Süd
Der Restaurantbereich im Erdgeschoss vom Gebäude Süd ist funktional gegliedert, mit fliessender Anordnung von Bar, Innenhof, Aussenbereich/ Terrasse und Frühstücksbereich, die offene und einladende Blickbeziehungen bieten. Die Küche ist effizient organisiert, um den Arbeitsfluss zu optimieren.
Entwurf Aussenraum
Der Aussenraum wird durch Grünflächen aufgewertet, ein Mergelweg verbindet die Gebäude und wird durch Sitzbänke sowie eine abwechslungsreiche Bepflanzung ergänzt. Eine begrünte Stützmauer entlang der Hauptstrasse aufgrund der gegebenen Höhenverhältnisse reduziert den Strassenlärm und schafft eine ruhige Zone. Im nördlichen Bereich sind Parkplätze für Kurzzeitnutzung und Anlieferungen vorgesehen, während der hintere Bereich zur Autobahn schlicht mit einer Rasenfläche gestaltet wurde.
Kostenübersicht
Die Kosten für das Untergeschoss betragen rund 40 Millionen Franken. Das Gebäude Süd, mit hohem Ausbaustandard, wird auf 41 Millionen Franken geschätzt.
Das Gebäude Mitte mit der Turnhalle wird auf 65 Millionen geschätzt aufgrund des grossen Volumens.
Stellungnahme
Der Abschluss dieser Diplomarbeit war für mich eine spannende und herausfordernde Erfahrung. Die beiden Neubauten an der Kernenriedstrasse gegenüber dem bestehenden Gebäude in Einklang zu bringen und die Gestaltung, Kosten und Wirtschaftlichkeit sauber abzuwickeln, stellte eine faszinierende Aufgabe dar. Das Projekt erforderte eine architektonische Herangehensweise, die über gängige Standards hinausging und mir Raum für kreative, mutige und unkonventionelle Lösungsansätze bot.

Jyma Nartey
Diplomarbeit 2024
Dossier Jyma Nartey








