Diplomarbeit - Magnolia
Ersatzneubau Gewerbe-Wohngebäude in Horw Luzern
Magnolia - Nähe zur Natur - Ein Gebäude für die Gemeinschaft.
Projektgrundlage
An der Kantonsstrasse 20/22 in Horw Luzern ist ein Ersatzneubau geplant. Das bestehende Wohn- und Gewerbegebäude soll vollständig zurück gebaut werden. Der Neubau umfasst vier Wohngeschosse, eine Einstellhalle, ein Untergeschoss, sowie zwei Gewerbeeinheiten, einschliesslich der bestehendem Autolackierwerkstatt. Das Grundstück liegt in der Zentrumszone Z2 und im Gewässerschutzbereich Au. Zudem wurde es in die Baugrundklasse E eingestuft und wird mit Lärm von Seite Hauptstrasse belastet.
Horw liegt südlich von Luzern, am Ufer des Vierwaldstättersees und am Fusse des Pilatus. Flächenmässig und mit über 15'000 Einwohnern ist Horw eine Stadt. Doch der Dorfkern zeigt, dass es sich von einem kleinen Seedorf stetig in Richtung Luzern ausgebreitet hat. Der Wohnraum wird zunehmend verdichtet und erstreckt sich nach aussen. Die Gewerbezonen siedeln sich vermehrt am Stadtrand an. Horw beeindruckt durch seine malerische Lage. Die Landschaft ist abwechslungsreich und beeindruckend. Daher ist die Gegend auch als einer der Naturdenkmälern der Schweiz bekannt. Die Bewohner leben buchstäblich in einem kleinen Naturparadies. Zahlreiche Spaziergänger, Wanderer und Bergsteiger besuchen die Region, um die traumhafte Aussicht zu geniessen.
Töpferei und Kreativwerkstatt
Die neue Gewerbefläche mit rund 240m2 Mietfläche bietet ideale Voraussetzungen für eine attraktive, flexible und nachhaltige Nutzung. Die Empfehlung dieser Diplomarbeit ist eine Kreativwerkstatt. Indessen Töpfern und freies Malen als Freizeitaktivität, oder auch als Therapiekurs angeboten wird. Denn kreative Tätigkeiten wie Töpfern und Malen haben nachweislich eine wohltuende und heilsame Wirkung. Sowohl Malen als auch Töpfern kann beim Lernen, gegen Vergesslichkeit im Alter und auch bei Demenz helfen. Das Konzept könnte Schulen, das Altersheim und auch das Demenzheim in der nahen Umgebung ansprechen.
Magnolia
Das Konzept überzeugt durch seine Funktionalität und der Ausnutzung. Gleichzeitig fügt sich das Gebäude gut in die Umgebung ein, ist ansprechend gestaltet und konstruktiv umsetzbar. Mit dem vorliegenden Projekt kann eine Eigenkapitalrendite von 5% erreicht werden. Ein Revers macht das Projekt bewilligungsfähig.
Entwurf
Da sich im Erdgeschoss diverse Nutzungen ansiedeln sollen, wird es in zwei Geschosse aufgeteilt. Im EG0 finden sich die Einstellhalle und Autolackierwerkstatt ein, während die darüberliegende Fläche für die Töpferei / Kreativwerkstatt vorgesehen ist. Eine klare Trennung, die auch in der Fassade sichtbar wird, trennt die Obergeschosse Wohnen vom Gewerberaum im Erdgeschoss. Das projektierte Steildach fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Hauptfirstrichtung verläuft, wie bei den meisten umliegenden Gebäuden Richtung Pilatus. Der Entscheid für ein Steildach wurde auch im Hinblick auf die Ausnützung des Bauvolumens getroffen. Denn die Bauvorschriften erlauben hiermit eine höhere Bebauung und durch eine geschickte Anordnung der Dachfläche, kann mehr Wohnraum geschaffen werden. Mit den zwei Firstrichtungen, die in T-Form verlaufen, wird die vermietbare Fläche im Dachgeschoss bis auf 7m2 nutzbar gemacht.
Konstruktion
Das Gebäude ist als Massivbau geplant. Die Aussenwände vom Untergeschoss und Erdgeschoss EG0 bestehen aus Stahlbeton. Ab dem EG1 wird bei den Aussenwänden auf tragendes Mauerwerk aus Kalksandstein gewechselt. Der Dachstuhl besteht aus einem zweifach stehendem Pfettendach. Das einfach hinterlüftete Warmdach wird mit Eternitschiefer oder mit PV-Module mittels Konterlattung eingedeckt. Bei der Wahl der Aussenhaut wurde auf unterhaltsarme Materialien gesetzt. Man entschied sich für eine hinterlüftete Eternitfassade. Im EG setzt man eine Eternitplatte mit stehenden Einkerbungen in beige ein. Im OG werden kleinere Eternitplatten in olivegrün, horizontal und wild verlegt. Den Übergang in der Fassade wird mit einer Blechabwicklung unterstrichen. So vereint die Konstruktion die gestalterischen und technischen Anforderungen.

Tamara Berger
Teilprojektleiterin, Zeichnerin Architektur EFZ, Dipl. Technikerin HF Bauplanung i.A.
tamara.berger@edu.teko.ch
+41 76 336 09 97
Diplomarbeit - Magnolia
Erarbeitet von Tamara Berger - Wenn du gern noch mehr über meine Diplomarbeit wissen möchte, kontaktiere mich gern.









