Terra Rubra
Ersatzneubau
Die vorliegende Diplomarbeit präsentiert Ihnen eine verkürzte Fassung über die Themen Nutzung, Funktion, Gestaltung, Konstruktion sowie Wirtschaftlichkeit und Baustellenlogistik. Sollten Sie Interesse an der vollständigen Arbeit haben, können Sie mich gerne über LinkedIn kontaktieren. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim lesen und freue mich auf Ihre Rückmeldung!
Einleitung
Das bestehende Wohn- und Gewerbegebäude an der Kantonsstrasse 20/22 in Horw, befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Die derzeitigen Flächen der beiden Parzellen 721 und 2747 sind nicht optimal ausgenutzt, was die Entscheidung der Bauherrschaft zum Abbruch des bestehenden Gebäudes, der Autolackiererei und zur Errichtung eines Neubaus hervorgerufen hat. Geplant ist der Ersatzneubau „Terra Rubra“, ein Name, der aus dem Lateinischen stammt und „erdrot“ bedeutet. Diese erdrote Farbe wird in der neuen Klinkerfassade des Gebäudes umgesetzt und widerspiegelt die Verkaufsprodukte der Landi, darunter auch Erde.
Das neue Gebäude wird ein ansprechendes, funktionales und wirtschaftlich tragfähiges Wohn- und Gewerbegebäude sein, das die Anforderungen der neuen Autolackierwerkstatt berücksichtigt und zusätzliche Gewerberäume im Erdgeschoss bereitstellt.
Projekt „Terra Rubra“
Das Projekt „Terra Rubra“ gliedert sich in mehrere Geschosse mit unterschiedlichen Nutzungen. Im -2. Untergechoss befinden sich Kellerräume, ein Technikraum, ein Waschraum sowie ein Veloraum für Fahrräder, der den Bewohnern eine praktische Ablage bietet. Im -1. Untergechoss ist die Autolackiererei sowie die Einstellhalle zu finden. Im Erdgeschoss ist die Landi untergebracht, die eine breite Palette von Produkten anbietet. Zusätzlich gibt es Büroflächen und Garderoben für die Autolackiererei, um die Arbeitsabläufe zu optimieren. Die 1.-3. Obergeschosse bieten Platz für zwei 2,5-Zimmer-Wohnungen, eine 4-Zimmer-Wohnung und ein Studio, die eine moderne Wohnatmosphäre schaffen und verschiedene Wohnbedürfnisse ansprechen. Im Attikageschoss entsteht entweder eine großzügige 7,5-Zimmer-Wohnung oder eine 4.5 Zimmer- Wohnung und eine Einliegerwohnung mit 2,5 Zimmern, die zusätzlichen Wohnraum bieten.
Die Fassade des Gebäudes wird aus einer Klinkerfassade in erdrot erstellt. Das Schrägdach wird als Pfettendach konstruiert.
Die Umgebung umfasst Parkplätze, einen Uferweg und einen Spielplatz, die das Gesamtbild des Projekts abrunden und zur Lebensqualität der Bewohner beitragen.
Kosten und Rendite
Im Rahmen der Wirtschaftlichekt wurden zwei Varianten zur Nutzung der Attikawohnung analysiert:
- Variante 1: Eine 7.5-Zimmer-Wohnung.
- Variante 2: Aufteilung in eine 4.5-Zimmer- und eine 2.5-Zimmer-Wohnung, mit der Option, später eine Einliegerwohnung zu schaffen.
Die Investitionskosten betragen rund 8,5 Millionen CHF. Die Mieteinnahmen liegen bei Variante 1 bei 290'500 CHF jährlich und bei Variante 2 leicht höher bei 294'600 CHF, was einem Mehrertrag von 4'100 CHF entspricht.
Die Nettorendite beträgt bei Variante 1 3,42% und bei Variante 2 3,47%, was die zweite Variante wirtschaftlich attraktiver macht. Von den vier berechneten Szenarien zur Eigenkapitalrendite erweist sich Szenario 3 mit 5,2% als das rentabelste.
Fazit
Das Projekt „Terra Rubra“ bietet eine zukunftsorientierte Lösung für das Wohn- und Gewerbegebäude an der Kantonsstrasse 20/22 in Horw. Mit dem Abriss des bestehenden Gebäudes und der Errichtung eines Neubaus wird die Flächennutzung erheblich optimiert, und die neue Mischung aus Gewerbe- und Wohnräumen erfüllt die modernen Nutzungsanforderungen. Die markante erdrote Klinkerfassade sorgt zudem für eine ansprechende Optik, die das Projekt aufwertet.
Aus wirtschaftlicher Sicht wurden zwei Varianten der Nutzung der Attikawohnung analysiert. Beide sind wirtschaftlich tragfähig, jedoch bietet Variante 2 durch die flexiblere Nutzung der Attikawohnung klare Vorteile. Die zusätzlichen Mieteinnahmen von 4'100 CHF pro Jahr und die um 0,05% höhere Nettorendite machen diese Variante langfristig attraktiver. Besonders die Möglichkeit, später eine Einliegerwohnung zu schaffen, bietet weiteren Spielraum für Anpassungen und steigert die Flexibilität des Projekts.
Insgesamt ist Variante 2 daher zu empfehlen, da sie sowohl kurzfristig als auch langfristig eine höhere Rentabilität und eine bessere Nutzung des Gebäudes ermöglicht.

Lea Baltiswiler
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