Umnutzung Stadtkirche Klingnau
Diplomarbeit 2023 · TEKO Olten
AUSGANGSLAGE
Beim Studienobjekt handelt es sich um die Stadtkirche St. Katharina Klingnau (Sonnengasse, 5313 Klingnau AG, Parz. Nr. 1089). Im Rahmen der Diplomarbeit soll die Liegenschaft anhand einer aktuellen Bedarfssituation umgenutzt werden.
GRUNDGEDANKE
Die Kirchengemeinden sehen sich mit nicht unproblematischen Entwicklungen konfrontiert. Vermehrte Mietgliederaustritte, teils schwindendes Interesse bei Kindern und Jugendlichen, kaum Neueintritte, Priestermangel, ungenutzte Kirchen etc..
Kirchengebäude sind geschichtsträchtig, meist alt und oftmals denkmalgeschützt und sie stehen an bester Lage. Sie abzureissen ist eigentlich keine Option und schlicht zu schade. Geschickte Nutzungsänderungen können nur ein Gewinn für leerstehende Kirchen sein.
Auch die katholische Kirchgemeinde Klingnau sieht sich mit ebensolchen Problemen und Gedanken konfrontiert. Die Stadtkirche St. Katharina wird zwar weiterhin benutzt, doch sind Überlegungen bezüglich Kirchenzusammenlegung und Umnutzung des Gebäudes im Gange.
Das Studienobjekt, die Stadtkirche St. Katharina, hat eine lange Geschichte. Erstmals erwähnt wurde die Kirche 1262. Aus dieser Zeit stammt auch noch der untere Teil des Turms. 1480 wurde der Chor erweitert, so wie er heute noch vorhanden ist. Gleichzeitig verlängerte man das Kirchenschiff, welches 1538 nordseitig verbreitert wurde. 1969 schliesslich wurde das Kirchenschiff abgerissen und neu erstellt. Aus dem 13. bzw. 15. Jahrhundert erhalten sind somit der Turm und der Chor - beides steht heute unter Denkmalschutz.
PROJEKTBESCHRIEB
Das Bauprojekt umfasst gesamthaft zwei Geschosse. Im Erdgeschoss entsteht ein grosszügiger Veranstaltungsort mit Bar und Café inklusive allen dazugehörigen Räumlichkeiten. Dazu wird im nördlichen Teil der Kirche der ganze Infrastrukturbereich neu aufgebaut. Es entstehen neue Nasszellen, Lager- und Technikräume, eine Küche und Sozialräume für die Angestellten. Im Innern der Kirche werden zwei flexible Module in Holzbau erstellt, die für verschiedenste Anlässe als Bar dienen. Zusätzlich können diese auch im neu gestalteten Aussenbereich eingesetzt werden.
Im Obergeschoss entstehen alle nötigen Räumlichkeiten für ein CO-Working. Die Erschliessung funktioniert über die neu erstellte Treppe, die auch den heutigen Normen entspricht. Nebst den offenen Arbeitsplätzen werden Silent Rooms erstellt, die die Schallanforderungen erfüllen. Auch Räumlichkeiten wie EDV und Technik stehen zur Verfügung.
Das bestehende Vordach wird abgerissen und ersetzt mit einem einladenden Holzpavillon, der auf Schraubfundamenten steht.
FACTS
Gesamtkosten: 940'000.-
Bruttomietzinseinnahmen: 211'000.-
Bruttorendite: 22.5%
Nettorendite: 3.25%
''RADIX''
Die Kurzfassung meiner Diplomarbeit kann hier eingesehen werden. Weitere Informationen gibt es auf Anfrage.






