Unsichere Zeiten, sichere Perspektiven: Warum fundiertes Informatikwissen wichtiger wird
Die Technologiebranche befindet sich im Wandel. Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsalltag, Unternehmen investieren massiv in neue Technologien und wirtschaftliche sowie geopolitische Entwicklungen sorgen für Unsicherheit. Für Fabian Hirter ist klar: Wer die Grundlagen versteht und Entwicklungen kritisch einordnen kann, schafft sich die besten Voraussetzungen für die Zukunft.
Die Softwareentwicklung verändert sich derzeit spürbar und in kurzer Zeit. Neue Tools, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, halten in immer mehr Entwicklungsprozesse Einzug und verändern, wie Software geplant, geschrieben und getestet wird. Als selbstständiger Softwareentwickler erlebt Fabian Hirter diese Entwicklung direkt in seinen Projekten.
Generative KI ist dabei nur ein besonders sichtbares Beispiel. Sie kann Aufgaben beschleunigen und neue Lösungswege aufzeigen, ersetzt aber kein Verständnis für den fachlichen Kontext eines Systems. Während in der öffentlichen Diskussion teilweise das Ende klassischer Entwicklerrollen prognostiziert wird, sieht Fabian die Entwicklung deutlich nüchterner: Entscheidend ist nicht, ob KI Softwareentwickler ersetzt, sondern welche Aufgaben sich dadurch verändern und welche Fähigkeiten dadurch an Bedeutung gewinnen.
Die KI tut sich schwer, den spezifischen Kontext eines Problems zu erfassen. Diese Einordnung muss immer noch zwingend von einem Menschen gemacht werden.
Fabian Hirter
Für Fabian ist künstliche Intelligenz weder Wundermittel noch Bedrohung. Sie kann Ideen liefern, Muster erkennen und bei der Fehlersuche unterstützen. Die Verantwortung für technische Entscheidungen und die Einordnung eines konkreten Problems bleibt jedoch beim Menschen und genau dafür braucht es fundiertes Fachwissen.
Wie verändert KI den Berufsalltag von Softwareentwicklern?
Fabian nutzt künstliche Intelligenz regelmässig in seiner täglichen Arbeit. Sie hilft ihm dabei, Ideen und Lösungsansätze zu diskutieren, Fehler in Log-Dateien schneller zu finden oder klar definierte Aufgaben effizienter zu erledigen. Gerade wenn er alleine an einem Projekt arbeitet, dient ihm KI als Sparringpartner, um Gedanken zu strukturieren und neue Perspektiven zu gewinnen.
Gleichzeitig kennt er die Grenzen der Technologie. KI liefert statistisch wahrscheinliche Antworten, versteht jedoch den konkreten Kontext eines Softwareprojekts nur eingeschränkt. Deshalb überprüft Fabian die Resultate konsequent und setzt KI nur dort ein, wo sich die Ergebnisse zuverlässig beurteilen lassen.
KI basiert auf Statistik. Sie ist ein gutes Instrument, um herauszufinden, wie ein bestimmtes Problem meistens gelöst wird.
Fabian Hirter
Für Fabian steht deshalb nicht die Automatisierung im Vordergrund, sondern der bewusste Einsatz moderner Werkzeuge. Wer Software entwickelt, muss technische Zusammenhänge verstehen und Verantwortung für die Qualität der Lösungen übernehmen.
Warum gerade jetzt eine fundierte Ausbildung zählt
Neben den technologischen Entwicklungen beobachtet Fabian auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufmerksam. Rund um künstliche Intelligenz wird derzeit enorm viel investiert. Gleichzeitig verändern Unternehmen ihre Strategien, Finanzierungsmodelle geraten unter Druck und die Unsicherheit auf den internationalen Märkten nimmt zu. Wie sich diese Entwicklungen langfristig auswirken werden, lässt sich heute kaum verlässlich vorhersagen.
In schwachen wirtschaftlichen Zeiten ist es vorteilhaft, über eine gute Ausbildung zu verfügen.
Fabian Hirter
Gerade deshalb bleibt für Fabian eine fundierte Weiterbildung die beste Investition in die eigene Zukunft. Technologien werden sich weiterentwickeln, Werkzeuge werden kommen und gehen. Wer jedoch die Grundlagen der Softwareentwicklung beherrscht, komplexe Zusammenhänge versteht und neue Technologien kritisch einordnen kann, wird auch künftig gefragt sein.
Diese Überzeugung prägt auch seinen Unterricht an der TEKO. Durch Dozierende, die selbst in der Industrie tätig sind, fliessen aktuelle Entwicklungen direkt in den Unterricht ein. So erwerben die Studierenden nicht nur Fachwissen, sondern lernen auch, sich in einem dynamischen Arbeitsmarkt sicher zu bewegen.
Möchtest auch du von Fabians Fachwissen und seiner Praxiserfahrung profitieren? Dann erfährst du im ersten Teil unseres Porträts, wie er seine Erfahrungen aus der Softwareentwicklung in den Unterricht an der TEKO einfliessen lässt. Ausserdem findest du weitere Informationen zu den Studiengängen Dipl. Informatiker HF Applikationsentwicklung, Dipl. Informatiker HF Systemtechnik und Dipl. Techniker HF Elektrotechnik.











